Chesa Perini, S-chanf

Bei der Chesa Perini in S-chanf handelt es sich um eines der wichtigsten Engadiner Patrizierhäuser aus dem 16. Jahrhundert. Es hat sich von einem Wohnturm zuerst zum Bauernhaus und dann zum Patrizierhaus entwickelt.
Das Haus wurde im Jahre 1987/88 von störenden Anbauten befreit und umfassend renoviert, während der riesige Heustallteil als Kaltraum erhalten blieb. 2006, fast zwei Jahrzehnte später, wurde in diesen Raum ein mächtiger Kunstraum als unabhängige, selbsttragende Struktur eingebaut.
Der mit schwarzem Bitumen bestrichene, strenge, geometrische Kubus kann umschritten werden, wobei sich durch die unregelmässige Geometrie der umfassenden Heustallwände spannende Zwischenräume ergeben.
Der als Lichtgaden ausgebildete obere Abschluss des Körpers ist in die kreuzförmig angeordnete, bestehende Aussteifungskonstruktion des Heustalles eingewoben, wobei die Geometrie dieser Konstruktion auch die Position und die Aufteilung der Oblichtsektoren bestimmt.